Evangelische Kirche
Harxheim / Gau-Bischofsheim

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Harxheimer ev. Kirche

Gemeindebriefe      

Gemeindebrief 3/2018
September 2018 bis
November 2018




"Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl." (Psalm 1,3)

 

Was für ein schönes Bild! Eine Idylle, ein schattiges Plätzchen, alles ist grün, lebendig, fruchtbar. Ein Bächlein plätschert. Ruhe und Frieden. Früchte wachsen, ziehen andere Lebewesen an. Ein Segensbild: So wirkt Gottes Segen an uns Menschen. Der gesegnete Mensch, so ist der –in sich ruhend, mit fruchtbaren Gedanken, Worten, die wie Früchte
anderen munden und sie stärken. Und auf dem, was er tut, ruht dieser Segen.

Es gelingt, was er beginnt. Das Wort Gottes wirkt wie ein Lebensstrom, belebend, Leben schaffend, Segen spendend. Das Wort Gottes als erquickender, lebendig machender Quell.
Das Wort Gottes, wie man es in der Bibel liest (und bedenkt), wie man es im Gottesdienst hört. Da ist dieser Durst nach dem Wort Gottes, diesem erquickenden Quell: Und hier wird dieser Lebensdurst gestillt. Ein Glaubensbild auch: So ist der Mensch, der in Gottes Wort verwurzelt ist, der sein Vertrauen auf Gott setzt und an ihm dran bleibt. Der Glaubensbaum,
der uns trägt.In seinem Schatten können wir sicher wohnen, von seinen Früchten leben wir. Das hat so was Gütiges und Ausstrahlendes –wie bei manchen Leuten, zu denen kommen die Tiere gerne hin, weil sie sich in ihrer Nähe wohl fühlen. Das alles ist keine Belohnung, Motto: Wenn du ordentlich glaubst, dann wirst du so zur Belohnung. Nein, das sind ganz normale „geistliche“ Wachstumsprozesse.
Den Samen pflanzt Gott selbst. Die Körner finden wir in seinem Wort. Bei Jesus ist die fruchtbare Erde, der Lebensstrom, und das Pflänzchen kann aufgehen und kräftig wachsen. Dein Lebensplatz, da kannst du wurzeln, dass dieses Bild für dich und dein Leben auch passt: Wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen.
„Schaff‘ in mir deinem Geiste Raum, dass ich dir wird ein guter Baum, und lass mich Wurzel treiben.“ (im Lied „Geh aus, mein Herz“).

Darum glauben, weil ich an dieser Stelle wurzeln und wachsen will. Das Gegenbild dazu im Psalm 1: Die anderen sind „wie Spreu, die der Wind vertreibt“, ohne Frucht, nutzlos, vom Wind hin und her getrieben. Du weißt nicht, ob du in dem guten Boden wurzelst? Wenn du immer mal wieder erquickt bist, erfrischt, gestärkt, fröhlich und hast für jemanden ein gutes Wort, das ihn streichelt, und bewirkst etwas Positives und etwas gelingt
wie nebenher: Das sind alles Folgen. Daran können wir merken: Gott hat zu
uns sein Wort gesprochen, weil es nämlich genau so wirkt. Vielleicht habe ich es nicht genau gehört. Aber die Wirkung, die ist deutlich. Dann halte inne und sage Gott ein „Danke schön“!

Viele solche Erfahrungen wünscht Ihnen
Ihr Pfarrer Stephan Sunnus

Zum Titelbild:

Wenn der Maler vor der Aufgabe steht, den ersten Psalm zu illustrieren,
drängen sich ihm zwei Farben auf: grün und blau. Grün für die dichte Vegetation, blau für das Wasser als Quelle des Lebens. Ich habe es allerdings sofort zurückgestellt, Farben für das Gegensatzpaar der Frommen und Frevler zu finden, selbst wenn sie die Hauptfiguren des Psalmes sind. Ihr Geschick ist festgelegt. Das ist so! Und wir: Unserer Augen freuen sich doch lieber an dem starken Baum und seinem üppigen Blätterdach, die dem dahin strömenden Wasser ihre Existenz verdanken. Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen.

 

Gerhard Hust



Titelbilder zu den Gemeindebriefen - gemalt von G. Hust

  Segnender ChirstusGb 09/2015 Maria Magdalena  Johannes der Täufer
 

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