Evangelische Kirche
Harxheim / Gau-Bischofsheim

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Harxheimer ev. Kirche

Gemeindebriefe      

Gemeindebrief 2/2019
Juli bis
August 2019




"...der deinen Mund fröhlich macht, und du wieder jung wirst wie ein Adler."      (Psalm 103,5)

 

Mit wenigen kräftigen Flügelschlägen gewinnt der Adler Höhe, gerät dann in einen Aufwind und lässt sich in Kreisen höher und höher tragen ins Blaue - stößt seinen Schrei aus- und lässt sich
tragen, dieser große Vogel, mühelos,schwerelos. Ein wunderbares Bild. Das kommt uns nahe und berührt uns. Darin können wir uns selber erkennen, wie unsere Seele leicht wird und sich emporschwingt, himmelwärts, Gott entgegen, dem Leben, dem Glück. Das kennen Sie, oder? Wie einen manchmal etwas bewegt,
wie z. B. das Bild des aufsteigenden Adlers
oder ein wunderschöner Abendhimmel, eine berührende Begegnung, und dann werden wir leicht und es hebt uns hoch und ich fühle mich jung –egal wie alt man ist- und Lebensfreude ist da, so viel Freude am Leben und das muss raus…Singen wäre gut oder eine Freudenschrei.

Wir sind oft so zurückhaltend. „Der deinen Mund fröhlich macht, und du wieder jung wirst wie ein Adler“ Solche Momente bekommenwir geschenkt, frei Haus, ohne zu bestellen. „Ich lebe“ –und manchmal fliegen wir schwerelos, schweben mit einer wunderbaren Leichtigkeit über unseren
Alltag. Das ist übrigens Gotteslob! Denn dabei loben wir Gott, den Schöpfer
des Lebens, der es uns schenkt, auch diesen besonderen Moment. Du weißt
es vielleicht nicht, aber diese Momente sind Gotteslob. Wenn wir uns so am Leben freuen, preisen wir genau damit den, der es uns gibt. „Lobe den Herrn, meine Seele, und was n mir ist, seinen heiligen Namen!“ (Psalm 103,1). Das kommt nicht einfach so, jung werden wie ein Adler, das schenkt Gott uns. „Lobe den Herrn“ –dieses Glück, dieses Wunder verdankst du ihm! Bringen wir doch das Gotteslob dahin, wo es hingehört. „Lobe den Herr,
meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“(Psalm 103,29). Das vergessen wir leicht. Nehmen es als das Allerselbstverständlichste hin, und wenn die anderen Tage kommen, die uns nicht gefallen, dann ist es vergessen, all das Gute. Kein Auftrieb in Sicht. Hocken bleischwer in den Niederungen des Lebens und haben vergessen, dass wir mal fliegen
konnten. „Lobe den Herrn, meine Seele, der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich
krönet mit Gnade und Barmherzigkeit.“ (Psalm 103,3+4). Gott bindet uns los,
macht uns frei von allem, was uns nach unten zieht, womit wir uns selbst knechten und binden. „Lobe den Herr, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ Dankbar sein! Zähle dir auf, was dir Gutes widerfahren ist. Davon sich berühren und tragen lassen. Das klappt nicht von heute auf morgen! Das muss man trainieren –dankbar sein, Gott danken. Und merken, mit der Zeit, ja, ich werde leichter. Dankbarkeit zieht das Herz himmelwärts. Eine gewisse Grundleichtigkeit ist dann da. Und dann, auf einmal, erwischt dich ein Aufwind und trägt dich hoch. Und du wunderst dich. Und es ist so wunderbar leicht. Freude am Leben –wie
bei einem jungen Adler.

Solche Momente wünscht Ihnen
Ihr Pfarrer Stephan Sunnus

Zum Titelbild:

Ehrlich gesagt: ich habe in der Natur noch nie einen Adler gesehen. Ich
musste also von Fotoeindrücken her eine eigene Version dieses Greifvogels
finden, die etwa dem entsprechen könnte, was der Psalmist meint: jung
wie ein Adler. Mein Adler schwebt nicht majestätisch durch die Lüfte, sondern
er hebt sich, im Aufflug befindlich, von den Hügeln der Erde weg.

 

Gerhard Hust



Titelbilder zu den Gemeindebriefen - gemalt von G. Hust

  Segnender ChirstusGb 09/2015 Maria Magdalena  Johannes der Täufer
 

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